Stadtrat Dr. Thomas Burger wirbt für einen nachhaltig erfolgreichen Neuanfang auf dem Gelände des Nahversorgungszentrums
„Ich bin froh, dass die Bürgerinnen und Bürger beim Neubau des Nahversorgungszentrum Königswiesen-Nord jetzt eingebunden sind und ihre Bedenken ernst genommen werden“, sagt Stadtrat Dr. Thomas Burger. Nur so könne eine zukunftsfähige Lösung geschaffen werden, die Wohnen und Einkaufen verbindet: „Der Neubau soll den Stadtteil aufwerten und nicht zum immerwährenden Zankapfel werden.“
Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Kumpfmühl/Königswiesen/Ziegetsdorf hatte zusammen mit seiner Fraktionskollegin Katja Vogel bereits nach dem Aufstellungsbeschluss – obwohl im Planungsausschuss ein beschleunigtes Bebauungsplanverfahren beschlossen worden war – eine Bürgerinformationsveranstaltung gefordert, um die Bevölkerung stärker einzubinden und sich mit deren Bedenken eingehend auseinanderzusetzen. Im September hatte Oberbürgermeister Wolbergs schließlich dazu eingeladen. „Wie ernst das Thema den Bürgerinnen und Bürgern ist, zeigt der überwältigende Besucherandrang sowie die zugleich kritische und produktive Art und Weise, wie die Diskussion dort verlaufen ist“, stellt Dr. Burger fest: „Dies verdient Anerkennung.“ Umso positiver sehe er daher, dass der Oberbürgermeister den Dialog bei der Veranstaltung aufgenommen und eine Arbeitsgruppe mit Bürgerbeteiligung angeboten habe.
„Ich freue mich, dass beispielsweise mit der Verlagerung des höchsten Punktes weg von der Friedrich-Ebert-Straße und die Verringerung der maximalen Geschosszahl dabei positive Impulse entstanden sind, die sich mit meiner Zielrichtung decken. Damit nähert sich der Entwurf wieder in wesentlichen Teilen dem Wettbewerbsergebnis.“ Dadurch wirke die Fassade jetzt wieder weniger wuchtig und der benachbarte Kindergarten müsse sich weniger Sorgen um eine Verschattung machen. Er selbst habe sich an der Arbeitsgruppe nicht direkt beteiligt, um den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern größtmöglichen Raum zu geben.
Bei einem Punkt sehe er aber noch Handlungsbedarf. „Es ist noch immer sehr viel Wohnfläche vorgesehen.“ Hier habe man aus seiner Sicht eine „Hypothek“ aus der vergangenen Stadtratsperiode übernommen. Sollte man die Vorgaben nicht mehr verringern können, so plädiere er zumindest dafür, nicht ein „Meer einzelner Mini-Appartements“ an verschiedene Eigentümer zu veräußern, sondern Mindestgrößen für einzelne Eigentümer vorzugeben. „Wollen wir das Projekt zukunftssicher machen, müssen wir bei den Wohnungsgrößen flexibel bleiben. Das geht nur, wenn man bestimmte Mindestwohnflächen zu Einheiten zusammenfasst.“ Generell halte er größere als die derzeit geplanten Wohneinheiten für wichtig, um nachhaltig erfolgreicheren Wohnraum zu schaffen; darüber hinaus könne man dadurch auch die Zahl der Wohneinheiten etwas verringern.
Bislang habe Dr. Burger unterschiedliches Feedback zu den Arbeitsgruppengesprächen erhalten; in Summe seien die durch die Gespräche entstandenen Veränderungen positiv bewertet worden. Dennoch würden manche Punkte noch als „Schadensbegrenzung bewertet.“ Gespannt blicke er nun der nächsten Informationsveranstaltung am 30.10.2014 entgegen, bei der die Ergebnisse der Arbeitsgruppe allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt werden: „Es ist klar, dass das Ergebnis einen Kompromiss darstellen wird. Der muss aber für alle Beteiligten tragfähig und zumutbar sein.“ Lobende Worte findet der örtliche Stadtrat für die Stadtverwaltung: „Trotz hoher Arbeitsbelastung geht man hier mit offenen Ohren und großer Sensibilität mit Bedenken und Anregungen um.“